Europa Mai Litbox 2 Voting


Wenn wir schreiben, was die Leute gerne lesen, wirken wir verstärkend: Dystopien, Krimis, Thriller, Fantasy, in erster Person Präsens, Kulturindustrie. Was sich gut verkauft, trägt mittlerweile bei zum ... egal.


[man versichert], ›Kunst sei das Gedächtnis der Menschheit, wird aber ein Werk aufgeführt, ausgestellt oder gelesen, das nur wenig älter ist als wir selbst, scheint die dringlichste Frage: »Ist das denn noch aktuell?« [...] Was hat der Autor uns noch zu sagen?« Vielleicht ja nichts. Vielleicht nur, was es bedeutete, auf der Welt zu sein, als es uns noch nicht gab.‹ aus Daniel Kehlmann ›kommt Geister‹, Frankfurter Poetikvorlesungen 2014 Rowohlt2015/2020, S. 81/82


So stürzt die Avantgarde mit ihren selbsternannten Kritikern auf der Flucht vor der Populärkultur in die Tiefen der unpolitischen Gräben gen Tartaros, um Kronos zu besuchen, sich zu gesellen zum Entmannten. Flieht die Kunst verfolgt von ihren Gegenpolen aus Dilettantismus und Magie? Vor was?


›niemand schreibt, der nicht viel gelesen hat‹ [ebd. S. 101],


Dabei man vergesse nicht:


›den eigenen Namen auf irgendein Werk zu setzen, sichert niemandem das Anrecht auf Erinnerung, denn wer weiß, ob nicht gerade die Besten spurlos verschwinden sind.‹ [W.G. Sebald, die Ringe des Saturn (S. 36 Fischer 1997/2020)]


Deshalb: Letzte Tage zum Voten bis zum 28.05. auf https://www.litbox2.de/ wahrnehmen!




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