Anlässlich des 15-jährigen Bestehens des Realtraum e.V. feierte der Verein in der Litbox am 14.09. mit Vorstellung einer Anthologie.

Das danach hier publizierte Gedicht "das Duell" wurde an jenem Abend präsentiert.

Gestern ritt ich spät hier hin
Kämpfte mich durch Nacht und Wind
zu finden Schlaf des Nachts – bis weit in den Tag.
Dann sank ich zur Gänze hin
und heut –  halb zog sie ihn,  und ich – erlag
Den Tönen, wie sie rattern, jeden Tag.

Fest gemauert aus der Mauern Wall
der Klang, der rollenden Läden Schall
Die Nachbarin stets ihn zog, der Lärm mich killt,
das Schlechte schafft, doch nur das Licht sie will.

Hurley-burly schnell gedacht
rumgewälzt nicht g’rade sacht
wann werd’ ich sie wieder sehen – auf den Treppen?
Soll ich sie dann freien – oder mit Schmäh sie treffen?
Sein oder Wachen? Ja, da liege ich!
Was im Schlaf für Träume kommen mögen?
Ob’s edler sich zu rächen oder zu entspannen?
Meine Gedanken weiter fort sich sannen …

Es ist mein Geist, der stets verneint,
Er träumt, ich sei mit ihr vereint.
Rolle, Rolle, Rollladen, die Geister, die ich rief,
werd’ ich nun nicht los, anstatt ich schlief!

Da lieg ich nun ich Tor,
schlaflos wie zuvor.
Sinne drum zurückzuschlagen,
durch Widerstand sie enden, diese Plagen:

Gesagt getan, nur die Tat befreit
reiß ich meine Verdunklung hoch und weit
Ach nur, ein sanftes Rauschen von sich gibt
mein Rollo, der taugt zur Rache nicht.